Religiöse Aufsicht:
 

Koscher-Kashrut
 

»Kashrut«, mit dem Wortstamm »kosher« (kasher), bedeutet tauglich bzw. 'rein' für den Genuß; also zum Verzehr geeignet. Darüberhinaus können auch Stoffe (Talith, Kleider, usw.), bestehend nur aus reinen Naturfasern, Eßgeschirr, religiöse Gegenstände, ja selbst die Thora-Rollen (diese müssen!) »koscher« sein,
also 'rein' für den bestimmten Gebrauch.

»Kashrut«, das jüdische 'Speisegesetz', beinhaltet eine Fülle von Verboten und Geboten.

"Koscher" - kurz erklärt

Vermutlich kennen Sie von den jüdischen Speisegesetzen vor allem, dass der Genuss von Schweinefleisch verboten ist oder dass «ein Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen» darf. Rahmschnitzel und Cordon bleu kommen in der koscheren Küche ebensowenig in Frage wie Käse, der mit Hilfe von Lab hergestellt worden ist oder ein Milchpudding, der Gelatine aus Knochen enthält.

In der koscheren Küche verwendet man nur Fleisch von erlaubten Tieren, welche rituell geschlachtet werden. Das Fleisch wird nach Vorschrift zerteilt und danach gewässert, dann gesalzen und gewaschen.
Fisch wird nicht als Fleisch betrachtet. Es dürfen aber lediglich nur Fische mit Schuppen und Flossen gegessen werden. Der Aal z.B. gilt als verboten.

Das größte organisatorische Problem ist die strikte Trennung von Milch und Fleisch, die soziale Kontakte außerhalb der orthodoxen Gemeinde erschwert. Milch und Fleisch müssen in zwei Kühlschränken gelagert und in verschiedenen Pfannen gekocht werden. Das Geschirr muss und in verschiedenen Spülbecken oder Geschirrspülern gereinigt werden. Auf Reisen sind die Vorschriften so schwierig einzuhalten, dass orthodoxe Juden gefilten Fisch an Meerrettichsauce mit roten Rüben lieber von zuhause mitnehmen.

 Auszug aus dem Jüdischen Speisegesetz:

Milchig und fleischig

  • "Du darfst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen" (Ex.23:19)

    Dieses Verbot erscheint dreimal in der Thora und es ist eines der wichtigsten Gesetze überhaupt. Diese Regel wird mit aller Strenge in einem jüdischen Haus beachtet; selbst in der Handhabung der Geräte, die sorgsam in ,fleischig' und ,milchig'
    nicht nur optisch, sondern auch räumlich getrennt werden.

    Man unterscheidet:

    • fleischig -- bessari: koscheres Fleisch; Fleischfett; alle Produkte, die fleischige Bestandteile enthalten

    • milchig -- chalawi: Milch von koscheren Tieren; Milchfett (z.B. Butter); alle Produkte, die milchige Bestandteile enthalten

    • parwe -- setami: neutrale koschere Lebensmittel; dürfen zusammen mit Milch- oder Fleischprodukten gekocht und gegessen werden: alles, was aus dem Boden wächst: Gemüse, Früchte, Nüsse, Kaffee, Gewürze, Zucker, Salz ,alle koscheren Fische,Eier .

Gebote für Frucht und Pflanzen.

  • Mischung verschiedener Arten' - Man darf nicht zwei Arten Samen auf einen Acker oder in einem Weinberg säen. (Lev.19:19/ Dtn.22:19)

  • 'Verbotene Frucht' - Früchte während der ersten drei Jahre nach der Pflanzung dürfen nicht gegessen werden. (Lev.19:23)

  • 'Neues Korn' - Es darf kein neues Korn gegessen werden, oder Brot davon gebacken werden, ehe man am zweiten
    Pesachtag ein Omer Gerste dargebracht habe (Lev.23:14)

     

Gebote der Fleischnahrung

  • Unterschied zwischen erlaubten und verbotenen Tieren:

    Von Vieh und Wild dürfen lediglich jene gegessen werden, die gespaltene Klauen haben und wiederkäuen.
    (Levitikus Deuteron.)  Von den Vögeln darf nicht gegessen werden Adler, Eulen, Schwäne, Pelikan, Geier, Störche -
    sowie deren Brut und Gelege. (Lev.). Man ißt also nur solche Vögel, die traditionell als rein gelten.

     

  • Von allem, was im Wasser lebt, dürft ihr dieses essen:
    Alles, was im Wasser Flossen und Schuppen hat, in den Meeren und in den Bächen.
    Doch alles von allem Gewimmel und allen Lebewesen des Wassers, was in Meeren und Flüssen keine Flossen und Schuppen hat, gelte euch als Greuel!
     

  • Schechitah -- Schächten:
    Die einzige Schlachtmethode gemäß Gottes Anweisung ist nach der jüdischen Gesetzestradition Schechitah, das Schächten. Sie ist die einzige Methode, durch die reine Tiere koscher bleiben und gegessen werden dürfen. Die Vorschriften finden sich im Talmud (Chullin 1-2) und sind im Schulchan Aruch (Jore Dea 1-28) kodifiziert.

    Die Erfordernis des rituellen Schächtens gilt nur für Vieh und Geflügel, nicht aber für Fische (s. Numeri 11,22).

    "Die Methode des rituellen Schächtens beabsichtigt, dem Tier den geringsten Schmerz zuzufügen und möglichst 
    viel Blut zu entfernen. Sie besteht aus einem raschen Schnitt durch die Kehle mit einer tadellos geschärften Messerklinge von angemessener Länge, die völlig frei von der kleinsten Kerbe oder Unebenheit ist. Die schnelle Bewegung des Messers dauert den Bruchteil einer Sekunde und durchschneidet rasch die Luft- und Speiseröhre, die beiden Vagusnerven, sowie Halsschlagader und Venen. ...

    Die von Tierschutzvereinen vorgeschlagenen Betäubungsmethoden vor dem Schächten würden dem Tier solche
    Verletzungen zufügen, daß es trefe wird. ...

    Außer der Humanität der Schechitah hat sie noch den deutlichen Vorteil, daß sie das völlige und schnelle Auslaufen des
    Bluts aus dem Tier sichert, und es nicht im Fleisch gerinnen läßt. Das hilft bei der Einhaltung des Verbots, Blut zu genießen. ...

    Der Schochet [Schächter] ist nicht einfach ein jüdischer Schlächter. Er muß ein gesetzestreuer Mann sein; er muß ein gründliches Wissen jener Teile des Schulchan Aruch haben, welche die genauen Regeln und Verordnungen der Schechita,
    wie auch den Zustand der Organe des Tieres, die es trefe machen könnten, in Einzelheiten festlegen; er muß eine
    schwierige Prüfung bestehen und von rabbinischen Autoritäten bestätigt werden, damit er die Funktion eines Schochet ausüben darf. Wegen seiner Frömmigkeit, seiner Ausbildung und seines Hintergrundes wird vom Schochet oft verlangt, besonders in Kleingemeinden, auch die Ausübung anderer jüdischer ritueller Aufgaben zu übernehmen."  [Donin, Chajim Halevy: Jüdisches Leben. -- Jerusalem : Zionistische Weltorganisation, ©1987. -- Einheitssachtitel: To be a Jew. -- S. 113f.]

[hotel] [lage][jewish travel] [zimmer] [wellnesss] [preise] [pauschalen] [rabbinat] [anfrage] [resort]  [links]
[
jüdische feiertage] [kalender] [koscher] [
kontakt] [
accommodation] [arrival] [rooms] [rates] [booking]
[
links] [holidays] [calender] [kosher] [
contact] [preise] [blumenhotel]